Offener Brief an die Stadtverwaltung und alle Gemeinderatsfraktionen der Stadt Ravensburg

Oberstadt-Agenda Ravensburg – 21. August 2019

Herrn Oberbürgermeister Dr. Rapp
Herrn Bürgermeister Blümcke
Herrn Bürgermeister Bastin

An

Alle Gemeinderatsfraktionen der Stadt RV

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie, nachdem der Gemeinderat neu konstituiert ist, noch einmal an unseren Vorschlag: „mehr Platz für Fußgänger und Fahrradfahrer“ in der historischen Oberstadt erinnern, in einer Zeit, in der Politik und Medien überall über autofreie „Innenstädte“ sprechen.

Die politische Idee, aus diesem eng bebauten und vermutlich am stärksten mit Fußgängern frequentierten Stadtteil einen Bypass mit einer Verkehrsmenge, die jetzt schon Bundesstraßenausmaß hat (mit zunehmender Tendenz durch die nahen Neubaugebiete), ohne jeden kommunikativen Austausch von Fakten mit den betroffenen Bewohnern zu machen, dürfte jedem professionellen Stadtplaner, wie auch jedem neutralen Beobachter als nicht zeitgemäß erscheinen, da solche Verkehrsführungen noch auf die vor-1970 Jahre zurück gehen und der heutigen Zeit nicht gerecht werden (siehe vorliegendes Gutachten).

Auch mit einer Umfunktionierung des Gespinstmarkts zur Fußgängerzone fährt kein einziges Auto weniger in der Innenstadt – es werden damit nur, wie bisher, Verkehrsverlagerungen zu Lasten anderer engen Straßen innerhalb der Altstadt hergestellt.

Übrigens ist es noch nicht allzu lange her, dass auch die Stadtverwaltung für die Wiedereinführung Einbahnstraße „Burgstraße“ war.

Trotzdem plädieren die Erfinder und lautstarken Lobbyisten dieses Verkehrsprovisoriums!!! weiterhin „für eine autogerechte Innenstadt“ (wo dort, weitgehend unkontrolliert, auch mancher Verkehrsteilnehmer sein Refugium für getunte Maschinen sieht).

Es fehlt jede sachliche Diskussion über eine zeitgemäße Verkehrsplanung für die Kernstadt innerhalb „der Türme und Tore“, vor allem für die inzwischen sehr verkehrs- und lärmbelastete Oberstadt.

Nicht nur das Wifo und andere Profiteure haben Ansprüche an die Struktur der Innenstadt, sondern auch die Anliegen der betroffenen Bewohner müssen respektiert werden (siehe

vorliegende Haushaltsumfrage), zumal sie ebenfalls einen nicht unbeträchtlichen Finanzierungsbeitrag an die Stadt leisten.

Zur viel zitierten Reduzierung des Verkehrs in der Innenstadt wird vor allem über günstige Tickets für Busverkehr und Ausbau der Fahrradwege geredet, jedoch bis jetzt nicht wirklich für die Innenstadt gehandelt.

Da sollte jeder der auch für die Zukunft der Stadt verantwortlich ist, mit Mut und Inspiration über Verbesserungen nachdenken und entsprechend handeln.

Wenn schon keine dementsprechende Verkehrsplanung, unter Berücksichtigung der ganzen Altstadt zustande kommt, müsste der Vernunft entsprechend, aufgrund der aktuellen Fakten, zunächst nach der Marienplatz-Garagenfertigstellung, in der Burgstraße eine Autospur bergab und mindestens eine Spur für Fahrradfahrer sowie ein Gehweg für Fußgänger eingerichtet werden. Das dürfte mit geringem Kostenaufwand machbar sein.

Nachdem die Oberstadt, wie kaum ein anderer Stadtteil von genügend naheliegenden Parkhäusern umgeben ist, wären solche Maßnahmen auf den übrigen Teil der Oberstadt und auch die Seestraße übertragbar. Das würde mit Sicherheit den optischen Eindruck des ganzen Museumsviertels enorm aufwerten und wäre ein wichtiger Fortschritt zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität (Klima, Luft, Lärm, Verkehrssicherheit) – einfach für das ganze Innenstadtbild.

Wir bitten Sie, als die verantwortlichen Entscheider, das Thema „einer aktuellen Fahrradinfrastruktur für die Oberstadt“ mit der Verwaltung, die genügend Fakten zur Verfügung hat, im Gemeinderat dringend und zeitnah aufzunehmen, um auch zukünftigen Anforderungen einer aufenthaltsfreundlichen Innenstadt gerecht zu werden.

Über eine offene Diskussion und vielleicht ? eine Antwort von Ihnen würden wir uns freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Lenz

Sprecher Oberstadt-Agenda RV

 

Po­li­zei soll lär­men­de Au­tos kon­trol­lie­ren

Ravensburg – Die Ravensburger Oberstadt-Agenda hat die Stadtverwaltung und die Polizei aufgefordert, in der Altstadt sogenannte “Autoposer” zu kontrollieren. In einem Brief an den Ersten Bürgermeister Simon Blümcke schreibt der Sprecher der Gruppe, Manfred Lenz: “Abends und an Wochenenden stellen wir als Betroffene fest, dass nicht wenige Autos mit abgeändertem Auspuff und Motorräder teilweise ohne oder mit geändertem Schalldämpfer durch die Innenstadt fahren.” Die besondere Lärmbelästigung der Ravensburger Oberstadt sei bereits im Gutachten zur Burgstraße beschrieben worden. Die Agendagruppe verweist daher auf das Beispiel Hamburg. Dort gibt es bei der Polizei die Kontrollgruppe “Autoposer”, die regelmäßig Schwerpunkteinsätze macht, bei denen sie gezielt nach Verkehrsteilnehmern fahndet, deren Fahrzeuge unnötigen Lärm verursachen, häufig nachdem diese unzulässig technisch verändert wurden – zum Beispiel durch den Austausch oder das Entfernen von Schalldämpfern.

Quelle: schwäbische.de

Molldietetunnel wird möglicherweise erst in 25 Jahren fertig

Große Freude herrscht in Ravensburg darüber, dass der Molldietunnel gebaut wird. Trotzdem wird es noch viele Jahre dauern, bis das erste Auto durch die Röhre fährt. Vielleicht sogar ein Vierteljahrhundert.

Fest steht nach Veröffentlichung der Prioritätenliste des Landes Baden-Württemberg für die Bundesstraßenplanung nur, dass mit der Planung des Tunnels, der die Ravensburger Innenstadt vom Durchgangsverkehr entlasten soll, vor 2025 begonnen wird. Die „Schwäbische Zeitung“ hat nachgerechnet, was das im besten und im schlimmsten Fall bedeuten kann und zwei Zukunftsvisionen skizziert.

Mehr hierzu erfahren Sie hier!

Quelle: schwäbische.de

Geänderte Verkehrsregeln sollen Luft verbessern

In Ravensburg fehlt ein Verkehrskonzept. Das ist die Ansicht der Agendagruppe Oberstadt, die sich jetzt mit eigenen Vorschlägen für eine Verbesserung der Luftqualität in Ravensburg an das Regierungspräsidium Tübingen wenden wird. Dort kann jeder Bürger Verbesserungsvorschläge einreichen.

Wie berichtet, hat die Tübinger Behörde der Stadt einen Luftreinhalteplan verordnet. Er ist die Konsequenz aus den amtlichen Schadstoffmessungen im vergangenen Jahr. An allen drei Messpunkten wurde 2016 der Grenzwert für Stickstoffdioxid kontinuierlich überschritten. Die Europäische Union hat einen Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft festgelegt, in Ravensburg wurden Konzentrationen von bis zu 70 Mikrogramm registiert.

Nun sind die Stadt, der Gemeinderat, aber auch jede Privatperson aufgefordert, konkrete Vorschläge zu machen, was getan werden kann, um die Luftverschmutzung in Ravensburg nachhaltig zu reduzieren. Am Dienstagabend hat die Agendagruppe Oberstadt dazu eigene Anregungen vorgestellt und weitere von Bürgern gesammelt. Ein Überblick:

Wie bereits in der Vergangenheit fordert die Oberstadtagenda, die zweispurige Befahrung der Burgstraße zu verbieten. Sie soll nur noch einbahnig bergab befahren werden. Der von Süden kommende Verkehr könnte entweder über die Rudolfstraße oder den Hirschgraben geführt werden. Beharre der Unternehmerverband Wifo weiterhin auf der Erreichbarkeit aller Geschäfte, könne man den Verkehr aus dem Süden auch über den Marienplatz zum Frauentor führen, sagte Agenda-Sprecher Manfred Lenz.

Gefordert wird auch der Testlauf einer Fahrbeschränkung für Autos und Motorräder in der Ravensburger Innenstadt von Freitagabend bis Samstagmorgen. Nach dem Wochenmarkt soll die Sperrung bis Montagfrüh für den Gespinstmarkt und die Marktstraße weiter gelten.

Ein weiterer Vorschlag sieht vor, die Altstadt nachts komplett zu sperren. Konkret heißt der Vorschlag: „Kein Durchgangsverkehr in der Innenstadt von 22 bis 5 Uhr.“

Die Linksabbiegespur in der Schussenstraße (in Richtung Gartenstraße/Weingarten) soll entfallen. Damit soll erreicht werden, dass die Verkehrsteilnehmer, die in Richtung Norden wollen, über die Ulmer Straße fahren und so das Zentrum umgehen.

Die Agendagruppe fordert zudem die Erstellung eines Ortsumfahrungskonzepts für Ravensburg.

Des weiteren soll geprüft werden, welche Beschlüsse des Gemeinderats zur Verkehrsreduzierung zwar gefasst, aber niemals umgesetzt wurden. Hier will die Gruppe prüfen, ob rechtliche Schritte möglich sind.

Der Fußgängersteg, der die Mühlstraße mit dem Gänsbühl-Center verbindet, soll behindertengerecht umgestaltet werden, damit die dortige Fußgängerampel abgebaut werden kann. Das soll den Verkehrsfluss verbessern.

Nur noch in diesem Monat können Bürger Vorschläge zur Reduzierung der Schadstoffbelastung der Ravensburger Luft an das Regierungspräsidium Tübingen, Abteilung 5 – Umwelt, Konrad-Adenauer-Straße 20, 72072 Tübingen, richten. Die E-Mail-Adresse lautet abteilung5@rpt.bwl.de.

Quelle: schwäbische.de

Die Oberstadtagenda gibt nicht auf

Die Gründung der Agendagruppe Oberstadt jährt sich am 3. Februar zum dritten Mal.

Als ihr größtes Verdienst sieht die Gruppe die Tatsache, dass es auf ihr Drängen hin im vergangenen Jahr amtliche Luftschadstoffmessungen in Ravensburg gab.

Ansonsten fällt das Fazit eher durchwachsen aus. Aber, so Sprecher Manfred Lenz: „Wir geben nicht auf.“

Vorläufer der Agendagruppe war das Oberstadtforum, das ………. (Weiterlesen)

Quelle: schwäbische.de